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Begriffe und Abkürzungen

Hier finden sie Auszugsweise einige Begriffe und Erklärungen aus dem Bereich der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

Allgemeine Begriffe

Trupp

Der Trupp ist die kleinste eigenständige Einheit bei der Feuerwehr. Sie besteht aus 2 oder 3 Feuerwehrmännern. Dabei ist ein Feuerwehrmann der Truppführer, der oder die anderen die Truppmänner. Es wird immermindestens im Trupp vorgegangen.

Staffel

Eine Staffel besteht aus 6 Feuerwehrmännern (1/5). Zu der Staffel gehören ein Staffelführer, ein Maschinist,ein Wassertrupp und ein Schlauchtrupp mit je einem Truppführer und Truppmann.

Gruppe

Die Gruppe besteht aus 9 Mann (1/8). Dazu gehören der Gruppenführer, der Melder, der den Gruppenführer unterstützt, derMaschinist, sowie Angriffsttrupp, Schlauchtrupp und Wassertrupp mit je einem Truppführer und Truppmann.

Zug

In der Regel besteht ein (Lösch)Zug bei der Feuerwehr aus 22 Personen. Dies kann jedoch je nach regionaler Ausrückeordnung und Einsatz variieren. Zu einem Löschzug gehört ein Führungsfahrzeug, z.B. ein ELW, mit dem Zugtrupp, eine Gruppe mit Löschgruppenfahrzeug (LF), eine Staffel mit einem Tanklöschfahrzeug (TLF) und ein Trupp mit Hubrettungsfahrzeug, wie z.B. mit einer DLK. Je nach Einsatz kann die Fahrzeugzusammensetzung auch abweichen.

Fahrzeuge der Feuerwehr 

ELW - Einsatzleitwagen

Der ELW ist, wie der Name verrät, dazu ausgerüstet, größere Einsatzlagen zuleiten. In der Regel ist er mit einem Trupp besetzt. Unterschieden werden ELW je nach Größe und Ausstattungen in ELW 1, ELW 2 und ELW 3 (ELW 3 nicht mehr nach DIN). Bei den ELW 2 und ELW 3 sind dann Konferenzräume, mehrere Funkarbeitsplätze, diverses Einsatzmaterial usw. vorhanden.

MTF - Mannschaftstransportfahrzeug

Das Mannschaftstransportfahrzeug dient zum Transport von Einsatzkräften zum Einsatzort. Über eine löschtechnische oder technische Hilfe Ausrüstung verfügt das MTF im Regelfall nicht.

TSA - Tragkraftspritzenanhänger

Der TSA ist ein Anhänger mit einer Tragkraftspritze und der nötigsten Löschausrüstung für einen Erstangriff. Ausrüstung für die technische Hilfeleistung ist nicht vorhanden. Aufgrund der fehlenden eigenen Motorisierung werden TSA im Einsatzgeschenen kaum noch eingesetzt.

KLF - Kleinlöschfahrzeug

Das KLF ist ein Staffelfahrzeug, welches die nötigste Ausrüstung für einen Erstangriff bei einem Brand mitführt. Für technische Hilfeleistung ist es nur bedingt einsetzbar. Ein Wasservorrat wird nicht mitgeführt. Eine Sonderform ist das KLF-Th (Kleinlöschfahrzeug-Thüringen) Dieses verfügt über eine von der DIN abgeänderte, länderspezifische Beladung und wird daher besonders gefördert.

TSF - Tragkraftspritzenfahrzeug

Das TSF ist ein Staffelfahrzeug und verfügt über Löschtechnische Ausrüstung für einen Erstangriff oder für kleinere Brände sowie für die einfache technische Hilfeleistung. Seinen Namen erhält es von der Tragkraftspritze, einer im Fahrzeug transportierten Pumpe, die abgesetzt werden kann, also getragen werden kann. Über einen Wasservorrat verfügt das TSF nicht.

TSF/W - Tragkraftspritzenfahrzeug/Wasser

Das TSF/W ist wie das TSF ausgerüstet, verfügt jedoch über einen Wasservorrat von mindestens 500 Litern.

LF - Löschgruppenfahrzeug

Das LF wird besetzt mit einer Löschgruppe. Es dient dem fortgeschrittenen Löschangriff sowie der technischen Hilfeleistung. Das LF verfügt über eine festeingebaute Feuerlöschkreiselpumpe. Aus der Leistung der FP sowie der mitgeführten Wassermenge ergibt sie die genaue Bezeichnung des LF, z.B. LF 16/12 (16 --> die FP fördert mindestens 1600 Liter Wasser in der Minute bei 8 Bar Druck / 12 --> das LF verfügt mindestens über einen Löschmittelvorrat von 1200 Litern)

HLF - Hilfeleistungslöschfahrzeug

Das HLF ist ein Gruppenfahrzeug und ist ähnlich wie das LF ausgestattet, verfügt jedoch über die Ausrüstung zur fortgeschrittenen technischen Hilfeleistung und ist somit quasi eine Kreuzung von LF und RW. Die genaue Bezeichnung erfolgt wie beim LF.

TLF - Tanklöschfahrzeug

Das Tanklöschfahrzeug wird mit einem Trupp oder mit einer Staffel besetzt. Es ist für den Löschangriff ausgerüstet und dient hauptsächlich dem Transport von größeren Wassermengen, z.B. zu entlegenen Einsatzorten. Zudem verfügt es über einen Dachmonitor, einem größeren fest montierten Strahlrohr auf dem Dach, über dieses große Löschmittelmengen über große Entfernungen abgegeben werden können. TLF sind ebenfalls mit einer FP ausgerüstet. Die Bezeichnung, z.B.TLF 24/50, erfolgt wie beim LF.

DL/DLK/DLA-K - Drehleiter/Drehleiter mit Korb/Drehleiter Atomatik mit Korb

Die Drehleiter ist ein Hubrettungsfahrzeug, also ein Fahrzeug zur Rettung von Personen aus großen Höhen. Ist die Drehleiter mit einem Rettungskorb ausgestattet, wird sie als DLK bezeichnet. Neuere Modelle verfügen ü ber eine Automatiksteuereung. Diese werden dann als DLA bezeichnet. Weiter gibt es Zusätze wie CS (Computerstabilisiert), GL oder GL-T (letzte Leiterteil ist mit einem Gelenk versehen und ggf. teleskopierbar). Besetzt ist eine Drehleiter in der Regel mit einem Trupp. Die Bezeichnung einer Drehleiter setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, z.B. DLK 23/12 (23 --> Rettungshöhe 23 m / 12 --> bei 12 m Seitenausladung)

RW - Rüstwagen

Der RW ist ein Fahrzeug zur fortgeschrittenen technischen Hilfeleistung und wird in der Regel mit einem Trupp besetzt. Unterschieden werden RW nach Größe und mitgeführter Ausrüstung in RW 1, RW 2, RW 3. Der RW 3 ist dabei das Fahrzeug mit der meisten mitgeführten Ausrüstung. Sonderformen wie z.B. der RW-Schiene (zur technischen Hilfeleistung bei Unglücken von Schienenfahrzeugen) sind möglich.

GW - Gerätewagen

Der Gerätewagen ist in der Regel ein Truppfahrzeug und dient hauptsächlich dem Transport von spezifischen Geräten zum Einsatzort. Es gibt die verschiedensten Ausführungen, je nach Gefährdungen im Einsatzgebiet. (z.B. GW-U --> Gerätewagen-Umwelt / GW-A/S --> Gerätewagen-Atemschutz/Strahlenschutz / GW-N --> Gerätewagen-Nachschub usw.)

SW - Schlauchwagen

Der Schlauchwagen, ein Truppfahrzeug, bringt große Mengen Schläuche zum Einsatzort um eine Schlauchleitung zu entlegenen Einsatzorten zu legen. Die Bezeichnung leitet sich aus der Gesamtlänge der mitgeführten Schläuche ab, z.B. SW 2000, also B-Schläuche mit einer Gesamtlänge von 2000 m.

KW - Kranwagen / FwK - Feuerwehrkran

Der Kranwagen oder auch Feuerwehrkran ist ein Truppfahrzeug. Es dient dem Heben von schweren Gegenständen, z.B. bei Verkehrsunfällen oder sonstigen Unglücksfällen. Die Bezeichnung leitet sich von der Hubkraft desKranes ab, z.B. KW 50 --> maximale Hubkraft 50 Tonnen.


Fahrzeuge des Rettungsdienstes

NEF - Notarzteinsatzfahrzeug

Das NEF ist in der Regel ein PKW und dient lediglich dazu, den Notarzt schnellstmöglich zum Einsatzort zu bringen.

RTW - Rettungstransportwagen

Der Rettungstransportwagen wird zum Einsatzort entsandt, um eine Notfallrettung vor Ort durchzuführen und den Patienten zum Krankenhaus/Klinik zu transportieren.

NAW - Notarztwagen

Der Notarztwagen ist ein RTW, wird jedoch zusätzlich mit einem Notarzt besetzt. Diese Kombination wird jedoch kaum noch eingesetzt. Gebräuchlich ist mittlerweile der Einsatz von NEF und RTW.

KTW - Krankentransportwagen

Der Krankentransportwagen dient dem Transport von notfallmedizinisch unkritischen Patienten.

RTH - Rettungstransporthubschrauber

Der Rettungstransporthubschrauber dient zum einen dem Transport des Notarztes zur Einsatzstelle, vorallem in ländlichen Gegenden, und dem Transport von kritischen Notfallpatienten.

Geräte der Feuerwehr

TS - Tragkraftspritze/ FPN - Feuerlöschpumpe mit Normaldruck

Die TS ist eine Pumpe die abgesetzt und eigenständig vom Fahrzeug aufgestellt werden kann. Daher rührt daher auch der Name, da sie getragen werden kann. Die Leistung der Pumpe gibt die genaue Bezeichnung an, wie z.B. TS 8/8 (mindestens 800 Liter Nennförderstrom in der Minute bei mindestens 8 Bar Förderdruck). Diese Bezeichnung ist jedoch mittlerweile nicht mehr gebräuchlich. Nach neuer Normung werden tragbare Feuerlöschpumpen z.B. als FPN 10/1000 bezeichnet, also eine Feuerlöschpumpe mit Normaldruck, Förderleistung 1000 Liter/Minute bei 10 bar.

 
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